· Sherleaf Team
Rote, aufgeworfene Blätter am Pfirsich — die Kräuselkrankheit
Verdickte, gekräuselte und rot verfärbte Pfirsichblätter im Frühjahr sind die Kräuselkrankheit. Warum Spritzen jetzt nichts bringt und wann es wirklich wirkt.
Foto: Daniel Das, CC0, via Wikimedia Commons
Dicke, aufgeworfene und rot überlaufene Pfirsichblätter zeigen die Kräuselkrankheit — eine Pilzkrankheit, verursacht von Taphrina deformans. Sie ist eines der wenigen Pflanzenprobleme, bei denen der Zeitpunkt der Behandlung wichtiger ist als das Mittel.
So erkennst du sie sicher
Die Symptome sind ungewöhnlich eindeutig. Befallene Blätter sind angeschwollen und gummiartig statt flach, werfen Blasen und verfärben sich hellgrün, dann rot oder violett. Später erscheint ein feiner weißer Sporenbelag, und die Blätter fallen ab.
- Blattlausbefall kräuselt Blätter ebenfalls, aber du findest die Tiere, und das Blatt bleibt dünn.
- Frostschaden bräunt die Blattränder und lässt nicht das ganze Blatt Blasen werfen.
- Echter Mehltau sitzt als abwischbarer Belag obenauf; die Kräuselkrankheit verformt das Gewebe selbst.
Warum Spritzen jetzt nichts bringt
Das ist der häufigste Fehler. Der Pilz infiziert die Knospen, bevor sie austreiben — bei kühlem, nassem Wetter im Spätwinter und zeitigen Frühjahr. Wenn du gekräuselte Blätter siehst, liegt die Infektion Wochen zurück und steckt im Blatt. Kein Mittel macht das rückgängig.
Was in dieser Saison zu tun ist
- Befallene Blätter absammeln und entsorgen. Nicht um den Baum zu heilen, sondern um die Sporen zu verringern, die an Rinde und Knospen überwintern.
- Düngen und wässern. Ein stark befallener Baum verliert den ersten Austrieb und muss einen zweiten bilden. Gib ihm Wasser und einen ausgewogenen Dünger.
- Nicht überstürzt schneiden. Der Baum treibt meist im Frühsommer gesund nach.
Die Spritzung, die wirkt — und wann
Kupferpräparat, ausgebracht zum Blattfall im Herbst und noch einmal bei Knospenschwellen, bevor sie aufgehen. Verpasst du dieses Fenster, ist das Jahr entschieden. Zwei Behandlungen im Abstand von drei Wochen sind zuverlässiger als eine.
Die Knospen trocken zu halten hilft ebenso viel: Regen, der über schwellende Knospen läuft, trägt die Sporen ein. Ein Regenschutz über einem am Spalier gezogenen Pfirsich von Mitte Winter bis Frühjahr verhindert die meisten Infektionen.
Was Sherleaf zu diesem Foto sagt
Wir haben das Foto oben durch Sherleaf laufen lassen. Die App erkannte die Pflanze, benannte die Krankheit, bewertete den Schweregrad und lieferte in Sekunden einen Behandlungsplan — das ist das echte, unbearbeitete Ergebnis.
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