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Orange-braune Pusteln auf der Blattunterseite — Rostpilze erkennen

Erhabene orange-braune Pusteln, die Pulver an den Fingern hinterlassen, sind Rostpilze. So unterscheidest du sie von Blattflecken und stoppst die Ausbreitung.

Braune Rostpusteln brechen aus der Unterseite eines behaarten grünen Blattes hervor

Foto: Ravenelia (iNaturalist), CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Erhabene Pusteln auf der Blattunterseite, die sich als oranges, braunes oder rostfarbenes Pulver abreiben lassen, sind Rostpilze. Das Pulver sind Sporen — und dass sie an den Fingern haften bleiben, ist praktisch die ganze Diagnose. Kein anderes häufiges Blattproblem tut das.

Rost oder Blattfleck?

Blattflecken sind flach und sitzen im Gewebe; Rost ist erhaben und bricht durch die Oberfläche, meist zuerst unten, mit einem hellgelben Punkt an der entsprechenden Stelle oben. Halte das Blatt gegen das Licht: Rost zeigt sich als Beulen, Blattflecken als durchscheinende Stellen.

Warum er sich so ausbreitet

Rostsporen fliegen mit der Luft und brauchen mehrere Stunden Blattnässe zum Keimen. Diese Kombination erklärt das Muster, das viele verwirrt: Der Befall taucht nach einer feuchten Phase plötzlich überall auf, statt sich von einem Punkt aus auszubreiten.

Was hilft

  1. Befallene Blätter bei den ersten Pusteln entfernen und in den Restmüll. Dabei die Pflanze nicht schütteln — sonst verteilst du die Sporen.
  2. Diese Pflanze nie wieder über das Laub gießen. Die Stunden Blattnässe zu reduzieren wirkt stärker als jedes Fungizid.
  3. Pflanze auslichten, damit Blätter nach Regen schnell abtrocknen.
  4. Bei anhaltendem Befall Fungizid einsetzen — Schwefel, Myclobutanil oder ein Triazol, gezielt auf die Unterseiten. Es schützt gesunde Blätter; bestehende Pusteln heilen nicht.
  5. Im Herbst alles Falllaub entfernen. Viele Rostarten überwintern an Resten und an der Pflanze selbst — wer das auslässt, hat im Frühjahr garantiert wieder Rost.

Die Wirtsfalle

Die meisten Rostpilze sind streng wirtsspezifisch — der Rost an deinen Rosen befällt keine Bohnen. Du musst also nicht den ganzen Garten behandeln, sondern nur die betroffene Art und ihre nahen Verwandten.

Nicht sicher, ob es das ist?

Die Symptome überschneiden sich, und die falsche Behandlung kostet Wochen. Fotografiere das betroffene Blatt mit Sherleaf — du bekommst Diagnose, Schweregrad und Behandlungsplan in etwa zehn Sekunden.


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